
Unsere Tiere wachsen sehr langsam und werden mit viel Hingabe und Sorgfalt gezüchtet. Wir investieren viel Zeit in diese schönen Geschöpfe, denn von der Geburt des Kalbes bis zur Schlachtung des „reifen“ Galloway Rindes vergehen einige Jahre. Das Ziel ist der Aufbau einer gesunden Herde für die Zucht und natürlich für das Galloway Genussfleisch. Unsere Gesellschaft ist im Umbruch und legt immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit, artgerechte Haltung und stressfreie Schlachtung. Da ist es in puncto Nachhaltigkeit nur konsequent, sich nicht nur die Edelstücke anzuschauen, sondern das ganze Tier.
Viele Gerichte sind in Vergessenheit geraten, das Wissen darüber geht verloren. Sie werden überrascht sein, was es für leckere Rezepte gibt. Die Verwertung aller essbaren Stücke ist, in unseren Augen, auch ein Zeichen des respektvollen Umgangs gegenüber dem Tier nach der Schlachtung. Mit diesen Gedanken entstand bei der Planung der vielen Schlachtstücke die Idee, ein Heft mit vielen Rezepten zu erstellen, welches man bei uns im Hofladen bekommt.
Es folgen dann hier weitere Blog´s über Fleischteile, deren Verwendung und natürlich Rezeptideen von uns und lieben Kunden.Wir möchten Sie einladen, sich an dieser Idee zu beteiligen und würden uns freuen, wenn auch Sie uns ein Rezept zur Verfügung stellen.
Liebe Grüße Frank und Steffi Mümken

Wir geben unseren Hennen ein Stückchen Glück. Sie leben bei uns auf dem Hof in einem schwedenroten Mobilstall. Allerdings sind du dort meist nur abends drin, tagsüber treiben sie sich auf der großen Wiese rum, machen auch mal gerne einen ausgiebigen Ausflug in den Gemüsegarten oder schlendern quer über den Hof. Die Eier schmecken fantastisch und können hier im Hofladen natürlich auch gekauft werden. Vor 4 Wochen haben wir unsere "alten" Hennen, mittlerweile schon stolze 3-4 Jahre alt, in Rente geschickt- dies haben sie sich wirklich verdient.
Sie haben ihr Altersquartier auf einer der Galloway-Wiesen bezogen. Hier bleiben sie, bis der Hühnerhimmel sie ruft.
Die neuen Junghennen haben sich auch endlich gut eingelebt und haben gestern das Legen begonnen. Oben seht ihr einen Bildvergleich. Rechts- ein sehr kleines Junghennen Ei und links- ein Ei der älteren Hühner.
Wenn ihr mehr über unsere Hühner erfahren möchtet, kommt uns gerne besuchen. Wir freuen uns ;-)

Dies beginnt, wenn ich das Licht im Flur anschalte und die Sauen Geräusche hören. Sie wissen sofort: Jetzt gibt es was zu futtern...
Ganz schön laut ;-)
Schweine sind sehr aufgeweckte Tiere, neugierig , aber auch ziemlich dickköpfig. Das merke ich regelmäßig, wenn die Sauen vom Wartestall in das Abferkelabteil umziehen- ich will gerade aus und die Sau nach links ;-) Aber über die Eigenschaften des Schweines gibt es bald hier mehr Infos.
Wartestall ist der Bereich im Stall, wo die Sauen ihre Ruhe- und Wartephase haben, nach dem Belegen.
Zuvor geht es aber in die Sauendusche. Das lieben und genießen die Tiere. Schwer, sie wieder dort rauszuholen. Wellness pur ;-)
Dann geht es frischt geduscht in das Abferkelabteil .
Dort bekommen sie die kleinen Ferkel. Dies ist ziemlich arbeitsintensiv, ist halt ne Geburt.
Die Betreuung ist in der Phase das wichtigste. Mal bekommt eine Sau Fieber, die Wehentätigkeit lässt nach oder die Ferkel kommen nicht alleine aus dem Geburtskanal. Dann muss ich nachhelfen, was körperlich schon eine Herausforderung sein kann.
Auch die Ferkel kommen nicht immer quietschfidel auf die Welt. Einige müssen aufgepäppelt werden. Wie das geht?
Also manchmal müssen wir die Sau quasi mit der Hand "anmelken", damit das kleine Ferkel die wichtige Biestmilch erhält, die es für den Start ins Leben dringend benötigt. Oder das Ferkel kann die Temperatur nicht halten, damit gibt es ein Kuschelbett unter Wärmelampe.
Ich bemühe mich um jedes Ferkel, immerhin ist es ein Lebewesen.
Ach ja, fast vergessen mich vorzustellen ....
Ich bin Frank Mümken, mir gehört dieser landwirtschaftliche Betrieb. Den größten Anteil macht die Sauenhaltung und Ferkelaufzucht aus.
Ferkelaufzucht ist der Bereich, wo die Ferkel nach dem vierwöchigen Absetzten bis zur Mast aufgezogen werden.
Oh ja, ich weiß, ein echt schwieriges Thema in der aktuellen Zeit. Aber was soll ich um den heißen Brei herum reden: Ich bin ein konventioneller Landwirt, meine Tiere liegen nicht auf Stroh ( außer im Krankenstall), haben keinen Auslauf nach draußen, aber ich halte mich mehr als an die gesetzlichen Vorgaben, optimales Platzangebot, Gruppenhaltung und ich liebe meinen Job jetzt schon seit mehr als 30 Jahren.
Leider ist es politisch gerade auch nicht sehr einfach. Dies soll keine Ausrede sein, sondern eine faktenbasierte Wahrheit.
Mein Ziel für die Zukunft ist, dass ich relativ zügig einen neuen Stall baue auf Tierwohl Kriterium, der für das Tier optimal ausgelegt ist, energieeffizient und ökologisch gebaut wird und auch für mich, als Landwirt und meine Angestellten eine optimale Arbeitseffizienz hergibt.
Ich hoffe, ihr lest bald wieder von mir
Liebe Grüße
Frank

Jedes Tier hat auf seine Art und Weise ein Erkennungsmerkmal, mal unabhängig der Farbe.
Mal sehr neugierig, mal sehr scheu, einfach total verfressen oder ziemlich verschmust.
Was ziemlich witzig ist, unser "Rufcode", wenn wir die Galloway´s rufen ist: Molly....
Warum Molly?, fragt ihr euch bestimmt. Ok, ich versuche mich kurz zu halten (die, die mich kennen, wissen, dass es mir schwer fällt ;-) )
Also, wir haben vor einigen Jahren mit vier Tieren mit der Zucht begonnen: Bella, Molly, Jenna und Kati.
Molly war quasi die selbsternannte LeitKuh. Leitkuh, ist das Rind/Kuh, die den höchsten Rang in der Herde hat.
Naja, auf jeden Fall hat sie sich immer und überall vorgedrängelt. Das haben wir uns natürlich zum Vorteil gemacht und riefen dann immer "Molly", wenn wir die Tiere auf der Wiese näher holen wollten.
Dies ist bis heute so geblieben....
Aber spätestens, wenn unsere Tiere den "Leckerli" Eimer sehen und hören, kommen sie auch non-verbal :-)
als wir uns für das Züchten entschlossen haben, stand die Überlegung der Farbwahl an.
Ziemlich schnell haben wir uns für "bunt" entschieden- man soll ja nicht alles immer schwarz oder weiß sehen ;-)
Aber nicht nur unsere Kühe und Jungrinder leben bei uns, sondern auch Bullen und Bullenkälber.
Auch zu ihnen haben wir eine "noch" intensive Beziehung. Vor allem Keno. Keno ist das erste Kalb, was hier auf dem Hof geboren wurde und hat natürlich einen besonderen Status- was er auch voll raushängen lässt. Er ist der Liebling der Kinder, total verschmust, genügsam, zahm und neugierig.
Leider und dass muss man sagen, bleibt dies wahrscheinlich nicht so. Sobald Bullen auffällige Verhaltensmuster zeigen, muss man diese ordentlich im Blick behalten. Aber bis jetzt können wir uns, verwöhnter weise, nicht beschweren....
Aktuell warten wir auf die ersten Kälber.
Wann die kommen?
So ganz genau können wir das nicht sagen, nur etwa eingrenzen- wir setzten auf "Natursprung"
Der Bulle, den wir zum Decken aussuchen, läuft für einige Wochen in der "Damenherde" mit. Genau wie beim Menschen auch, müssen Zyklus vom weiblichen Tiere und der Wille vorhanden sein. Da der Bulle "seine Freude" quasi vor Augen hat, kann er die direkte Gelegenheit nutzen.
Unsere jetziger Bulle Benni hatte auf jeden Fall seine Freude: Alle neun Muttertiere sind trächtig.
Wir werden, wenn es die Zeit zulässt über die Abkalbungen berichten... Seid gespannt.
Alles Liebe,
Steffi